Neulich wollte ich meinen kleinen Bruder in Bayern besuchen. Nunja, so klein ist er eigentlich nicht mehr, aber er wird eben auch immer mein kleiner Bruder bleiben. Da ich von Eisenhüttenstadt zum Flughafen kommen musste, habe ich genug Zeit eingeplant - für unvorhergesehenen Zwischenfälle eben. Ich hab dann rechtzeitig mein Gepäck aufgegeben und die Formalitäten am Check-In-Schalter erledigt. Durch den Securitybereich bin ich ohne größere Peinlichkeiten durchgekommen. Also saß ich nun über pünktlich im Abflugbereich und wartete auf meinen Flieger.

Bombenstimmung am Flughafen

Etwa 5 Minuten nach der Boarding Time ertönte eine Ansage, die verlauten lies, dass der Flughafen Tegel - wegen einer Bombe aus dem zweiten Weltkrieg - für unbestimmte Zeit gesperrt ist. Na Super. Hier liegt ne Bombe und ich kann nicht Weg. Zur falschen Zeit am falschen Ort, wie auch Camilla Kutzner via Twitter richtig bemerkt hat. Nach etwa 30 Minuten war die Sperrung aufgehoben und alles sollte relativ normal weitergehen. Das Problem war nur, dass das Flugzeug, das mich nach Memmingen fliegen sollte, zum Flughafen Schönefeld umgeleitet wurde. So ging es auch den Passagieren der anderen beiden Flüge, die zu dieser Zeit vom Gate C in Tegel abfliegen sollten. Die anderen Passagiere und ich wussten nicht wie die Airline das Problem löst. Entweder die Passagiere zum Flugzeug transportieren oder das Flugzeut aus Schönefeld mal eben rüberfliegen. Nichts dergleichen. Ein Flug nach dem anderen wurde gecancelt und wir bekamen unser Gepäck wieder. Da stand ich nun mit meinem Ticket und meinem Gepäck. Okay. Erstmal Ticket umbuchen und dann weitersehen dachte ich mir. Die gleiche Idee hatten auch hunderte andere Passagiere. Nach 1,5h Wartezeit in der Warteschlange konnte ich dann mein Ticket umbuchen. Da der Flug am nächsten Tag gehen sollte, hat die Airline ein Zimmer und ein Abendessen im Hotel Berlin,Berlin inklusive Taxifahrt gesponsert.

Meine Bombe im Handgepäck

Am nächsten Morgen wollte ich dann erneut den Versuch wagen nach Memmingen zu fliegen. Diesmal kam keine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg dazwischen. Es verlief fast alles nach Plan. Nur der Typ von der Flughafensicherheit hat mich nach der Leibesvisitation abgeführt. Er wollte meinen Laptop auf Sprengstoff untersuchen - Stichprobe und Routinekontrolle hieß es. Ich hab ein kleines Netbook. Wenn ich ein Terrorist wäre und ein Flugzeug in die Luft sprengen würde wollen, dann würde ich sicher keine Bombe in einem Netbook verstecken. Wie bedeppert ist das denn? Sogar als Typ von in einer Sicherheitsfirma mit einem Abgangszeugniss aus der achten Klasse, sollte man Wissen, dass mehr Sprengstoff immer gut kommt, wenn man etwas explosives vor hat. Ich hätte also einen übergroßes Notebook mit ganz viel Platz drin. So ein richtiges breites und schweres Teil eben, wo viel Sprengstoff rein passt. Außerdem hätte ich noch einen ganzen Schwung explosive Ersatzakkus für mein Notebook mit dabei. Aber keine Sorge - ich bin kein Terrorist, gehöre nicht der Religion des Friedens™ an, habe keine Migrationshintergrund™ und 66 Jungfrauen interessieren mich nicht im geringsten.

Aschewolke über Deutschland

Hatt ich ein Glück, dass ich rechtzeitig von Memmingen zurück nach Berlin geflogen bin. Wäre ich einen Tag später abgeflogen, dann wäre mein Flug vermutlich auch wegen der Aschewolke gecancelt worden.

Aus einem fliegenden Flugzeug springen

Aus meinen Fallschirmsprung ist ja im vergangenem Jahr nichts geworden. Nächsten Samstag soll es soweit sein. Fotos und Videos gibt's dann auch irgendwann hier. Wenn nicht mal wieder ein Weltuntergang dazwischen kommt.


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